Interview mit ararat

Mai 18, 2009 by markus  
Filed under Kirchentag Bremen

mit ararat ist eine der bekanntesten christlichen Bands auf dem Kirchentag Bremen vertreten. Umso mehr freut es uns, dass sich Sängerin Bia Zeit genommen hat um uns ein paar Fragen zu beantworten.

Die meisten unserer Leser kennen euch sicherlich. Stellt euch doch trotzdem für alle anderen kurz einmal vor. Wer genau seid ihr und was ihr so für Musik?

Ararat auf dem Kirchentag in Bremen

Ararat wird auf dem Kirchentag in Bremen rocken!

Wir sind die Band ararat. Stilistisch bewegen wir uns irgendwo zwischen zeitgemäßem Rock und Pop. Man nennt uns gerne ein “Urgestein” der christlichen Musikszene, weil es ararat in wechselnden Besetzungen länger als ein Vierteljahrhundert gibt. In der aktuellen Besetzung sind wir jetzt auch schon 14 Jahre unterwegs, seit 2007 ist unser zweiter Gitarrist Daniel mit dabei. Neben Lieder schreiben, Proben und Recordings sind für uns vor allem die Konzerte bedeutsam, die wir mit unserem Publikum teilen. Welch tolle Konzerte wir schon hatten und wie viele Begegnungen mit Menschen, die uns aus ihrem Leben erzählt haben! Oft sind wir diejenigen, die von einem Konzert beschenkt nach Hause gehen. Weil wir erleben, dass Gott auf unterschiedlichste Weise wirkt. In unseren deutschsprachigen Texten spielt darum unser Glaube eine zentrale Rolle, die persönliche Beziehung, die jeder einzelne von uns zu Gott hat. Mit Höhen und Tiefen natürlich. Wir versuchen ehrlich von unseren Erlebnissen und Eindrücken weiterzuerzählen.

Auf der Bühne stehen zwei Musiker (Toby und Daniel, Gitarren), ein Kirchenmusiker (Hanse, Keyboards), eine Diplomingenieurin (Bia, Gesang), ein BWLer (Wolfgang, Bass) und ein Lehrer (Thommi, Schlagzeug), genau so wichtig sind aber auch Thomas und Jürgen, die für Orga, Licht und Ton verantwortlich sind. Wir sind ein buntgemischter fröhlicher Haufen von Schwaben, die es unheimlich genießen beieinander und miteinander unterwegs zu sein und natürlich: Musik zu machen!

Ihr seid dieses Jahr wieder auf dem Kirchentag vertreten. Spielt ihr dort nur oder nutzt ihr auch die vielen Veranstaltungen persönlich?

Mit vier Konzerten in drei Tagen ist unsere Kirchentagszeit schon recht ausgefüllt. Zu jedem Auftritt kommen ja immer noch die Anreise-, Soundcheck- und Aufbauzeiten hinzu. Vom Kirchentagsprogramm bekommen wir aus diesem Grund vor allem das mit, was auf den Bühnen, auf denen wir später spielen oder in unmittelbarer Nähe stattfindet. Auf diese Weise kommen wir in den Genuss von Darbietungen anderer Künstler – sei es Kleinkunst oder Musik – oder von Gesprächsrunden etc. Ein paar von uns bringen nach Bremen ihre Familie mit, natürlich haben wir im Vorfeld das Programm studiert und besuchen in kleinen Gruppen einzelne Veranstaltungen, die uns interessieren und die sich mit unserem Band-Zeitplan vereinbaren lassen. Insgesamt hatten wir immer eine besondere Zeit auf den Kirchentagen, auch in der Gemeinschaft als Band, und empfinden es als große Bereicherung, hier Teil des Ganzen sein zu können.

Auf dem Kirchentag 2007 in Köln habt ihr insgesamt drei Konzerte gegeben, unter anderem auch ein Abschlusskonzert. Was ist für den Kirchentag in Bremen geplant?

Uns erwarten vier Konzerte an drei Tagen. Ein kleinerer halbstündiger, ein einstündiger und zwei eineinhalbstündige Auftritte. Ein Konzert wird in einem Theater stattfinden, die anderen drei auf open-air-Bühnen an der Weser. Uns hat via Email jemand gefragt, welches Konzert wir denn besonders für einen Besuch empfehlen können. Eine Antwort darauf konnten wir gar nicht geben. Die Konzerte leben ja stets nicht nur von uns als Band, sondern auch von den Veranstaltungsorten – die wir nur dem Namen nach kennen – und vor allem vom Enthusiasmus der Konzertbesucher. Wir freuen uns auf alle vier Auftritte und laden herzlich dazu ein! Die genauen Zeiten und Orte finden sich im Programmheft.

Es ist ruhig um euch geworden in letzter Zeit. Wird es wieder mehrere Konzerte geben? Und steht ein neues Album an?

So furchtbar ruhig ist es eigentlich gar nicht um uns. Wir hatten im letzten Jahr etliche Konzerte, die uns sehr berührt und begeistert haben und auch in diesem Jahr steht einiges an. Wem das zu wenig ist: wir kommen gern, wohin man uns einlädt :)
Ein neues Album ist derzeit noch nicht spruchreif. Aber die Lust auf neue Lieder ist da! Wir sind selber gespannt, was dieses Jahr an neuen Plänen und Ideen mit sich bringt.

Vielen Dank Bia!

Weitere Information zu ararat gibt es auf der offiziellen Website. Wer ararat live sehen möchte hat dazu auf dem Kirchentag viermal die Möglichkeit dazu. Weitere Informtionen gibt es im Programmheft.

Interview mit Thomas Koch zum Barcamp Kirchentag

Mai 7, 2009 by markus  
Filed under Barcamp, Kirchentag Bremen

Am 23.05. findet parallel zum Kirchentag Bremen ein Barcamp Kirchentag statt. Organisator und Initiator Thomas Koch hat sich Zeit genommen und uns ein paar Fragen beantwortet.

Hallo Thomas, danke dass du dir für das Interview Zeit genommen hast. Stelle dich doch kurz vor und erklär unseren Lesern wieso du ein Barcamp veranstalten möchtest.

Thomas Koch hatte die Idee für das Barcamp Kirchentag

Thomas Koch hatte die Idee für das Barcamp Kirchentag

Ich bin Mitglied in einem kleinen Verein für Jugendarbeit und internationale Entwicklungspartnerschaft mit Sitz im Ruhrgebiet. Vor einigen Monaten musste ich aus beruflichen Gründen in die Schweiz ziehen. Jetzt fällt es mir sehr schwer noch am Vereinsleben teilzunehmen, weil alle Planungen und Kommunikation in lokalen Treffen geschehen oder gar nicht.
Wahrscheinlich ist unser Verein nicht der einzige in einer solchen Situation. Unsere Arbeitswelt zwingt uns zum Ortswechsel, aber NGOs oder Gemeinden sind nicht darauf eingerichtet, dass Mitglieder und Mitarbeiter zwar wegziehen müssen, aber trotzdem die Bindung zur Gruppe erhalten möchten.

Barcamps sind inzwischen in aller Munde. Kannst du kurz erklären um was es dabei genau geht?

Ich selber habe nur eine Schemenhafte Vorstellung von BarCamps, weil ich leider noch nie die Gelegenheit hatte an einem teilzunehmen. Aber ich denke, dass wir mit unserem Themenspektrum schon in die Richtung von Barcamps gehen. Im Kern geht es darum welche Möglichkeiten das Web für die Gesellschaft, hier besonders Kirchennahe Organisationen bietet.

Mit dem Konzept weichst du etwas ab, da bei Barcamps ja die Sessions erst vor Ort bekannt gegeben werden. Dies haben einige erfahrene Barcamper über Twitter bereits öffentlich kritisiert. Ist es dennoch möglich die Veranstaltungoffen zu halten?

Es stimmt, dass wir anders sind als die meisten BarCamps: Wir haben unsere Programmplanung bereits drei Wochen vor der Veranstaltung festgemacht. – Auf BarCamps wird das Programm für jeden Tag erst morgens festgemacht. Aber ich finde ein richtiges BarCamp wäre für das Publikum, das wir auf dem Kirchentag ansprechen möchten zu ungewohnt. Kirchenmenschen hängen meiner Erfahrung nach sehr an festen Strukturen und Abläufen. Einem Twitterer habe ich halb ernst geantwortet wir würden ein “BarCamp 2.0″ veranstalten: Bei uns ist auch die Sessionplanung ins Netz verlegt! Ich finde es richtig toll, dass alle Planung für dieses BarCamp online erfolgt ist. Das ist schon ein gutes Beispiel dafür, was mit dem Internet möglich ist.

Wer sollte das Barcamp Kirchentag deiner Meinung nach besuchen?

Logo des Barcamp Kirchentag

Logo des Barcamp Kirchentag

Es könnte sein, dass die Veranstaltung für richtige Internetexperten etwas langatmig wird. Ich möchte vor allem die Menschen erreichen, die das Internet immer noch für Spielzeug halten. Es ist ein Jammer, welche Möglichkeiten nicht genutzt werden, weil Kirchengemeinden, NGOs und politische Gruppen die Möglichkeiten des Internets nicht ausnutzen. Aber auch die Experten können die Veranstaltung zum Netzwerken benutzen. Es haben sich schon einige interessante Menschen aus der christlichen Internetszene angemeldet und ich freue mich sie alle persönlich
kennenzulernen.

Leider hat der Evangelische Kirchentag das Barcamp nicht offiziell in seine Planungen mit aufgenommen. Kennst du Hintergründe und würdest du mögliche Nachahmer für ein Barcamp Kirchentag in München unterstützen?

Der Kirchentag ist ein Beispiel für die kirchliche Offline-Gesellschaft: Es gibt mehrere Vorbereitungstreffen viele Monate vor dem Kirchentag. Auf diesem Treffen werden dann Informationen ausgetauscht, die man auch genausogut über Mailinglisten verschicken und diskutieren könnte. Auf der anderen Seite habe ich dann auf der Seite kirchentag.de nach Informationen zur Organisation des Markts der Möglichkeiten gesucht und nicht gefunden. Inzwischen weiss ich, dass die Informationen an alle Standbetreiber in per Email in Form von PDF Dokumenten verschickt wurden. Es wäre also überhaupt kein Problem gewesen, die PDFs auch auf der Seite kirchentag.de zum Download anzubieten.
Aber zur Frage: Ich war einfach viel zu spät: Ende November habe ich nachgefragt, ob man nicht im Zusammenhang mit dem Internetcafe auf dem Kirchentag etwas über Freie Software machen könnte. Auf dem letzten Kirchentag waren alle Internet-PCs noch mit dem Betriebssystem des verurteilten Monopolisten Microsoft ausgestattet, was ich für den Kirchentag nicht für angemessen halte.

Vielen Dank dass du dir die Zeit genommen hast und uns die Fragen beantwortet hast. Wir wünschen ein erfolgreiches Barcamp Kirchentag!

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Seite zum Barcamp Kirchentag oder bei uns in der entsprechenden Kategorie.

Interview mit Bernd Giernoth: Twitter-Treffen auf dem Kirchentag

Mai 6, 2009 by markus  
Filed under Kirchentag Bremen

Am 21. Mai findet auf dem Kirchentag ein Twitter-Treffen statt. Wir haben das zum Anlass genommen und Initiator Bernd Giernoth gebeten uns ein paar Fragen zu beantworten.

Hallo Bernd, schön dass du dir Zeit genommen hast für ein paar Fragen. Stelle dich doch kurz unseren Lesern vor.

Lebe in Sankt Augustin (zw. Bonn und Köln) und bin dort Presbyter in der Kirchengemeinde. Zuständigkeitsbereich Technik und Öffentlichkeitsarbeit (sic!). Unter anderem Gemeindezeitung und Internetauftritt.
Auch noch Mitglied der Kreissynode und im Kreissynodalvorstand. Mein ältester Sohn hat nächste Woche Konfirmation.

Twitter ist im Moment in aller Munde und wird sogar in den großen Medien erwähnt. Erkläre doch unseren Lesern kurz um was es dabei geht.

Twitter - Kommunikation Web 2.0

Twitter - Kommunikation Web 2.0

140-Zeichen-Microblogging. SMS für unterwegs … Ich sehe drei wesentliche Funktionen: 1. einfach nur ein amüsanter Zeitvertreib, 2. Informationsmedium, hat bei mir größtenteils RSS ersetzt; 3. Kommunikationsmedium, hat mir schon so manche neue, nette Kontakte gebracht.

Wir selbst nutzen Twitter inzwischen aktiv um Informationen über den Kirchentag zu verbreiten und um mit anderen Besuchern in Kontakt zu treten. Welche Möglichkeiten siehst du auf dem Kirchentag für Twitter und was hat dich bewegt ein Twitter-Treffen zu veranstalten?

Vor etwa einem halben Jahr hatte ich eine spontane Idee. Was macht eigentlich der Kirchentag und Twitter? Die Recherche ergab: nix. Daraufhin habe ich mir den Nutzer @kirchentag09 reserviert, ohne eigentlich schon genau zu wissen, was daraus werden soll. Dann kam die Idee: Die Kommunikation über Twitter ist doch größtenteils anonym – warum eigentlich nicht mal ein Treffen mit den Leuten organisieren, mit denen man sonst nur Textnachrichten austauscht.

kirchentag09.wordpress.com

kirchentag09.wordpress.com

Die Idee hat inzwischen eine gewisse Dynamik entwickelt: Über 70 Verfolger! Ich bin mal gespannt, wie viele zu dem Twittertreffen am 21. Mai (12 Uhr) kommen werden, ich freue mich über jeden. Kontakt über diesen Nutzer gab es z.B. auch zu @evangelisch_de. Dort wird das neue Portal vorbereitet und  sie waren spontan bereit, als “Gastgeber” für das Twittertreffen zu fungieren.

Ich bin begeistert! Ich hoffe, dass sich die ein oder andere Bekanntschaft machen lässt und es ist einfach nur nett, die Leute einmal im realen Leben getroffen zu haben. Das Treffen ist schon am Donnerstag, vielleicht sieht man den einen oder anderen im Laufe des Kirchentages auf einer anderen Veranstaltung wieder …
Während des Kirchentages habe ich vor, die Webseite mit dem Blog für Berichte aus Bremen zu nutzen. Das iPhone macht’s möglich

Was erwartest du von diesem Kirchentag und erhoffst dir für den Ökonomischen Kirchentag 2010 in München?

Ich hoffe, dass der Kirchentag das Medium auch für sich entdeckt und das nächste Mal selber twittert. Aber wer weiß, was in 2 Jahren mit Twitter sein wird, die IT-Branche ist doch sehr schnelllebig. Jedenfalls: @kirchentag11 habe ich schon mal reserviert … ;-)

Zwischenzeitlich hatte ich auch ein bisschen Werbung für Poken gemacht (www.missionpoken.de). Bin mal gespannt, ob sich diese Idee durchsetzt. Heute haben wir keine Visitenkarten mehr, sondern ein Poken.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast uns ein paar Fragen zu beantworten und einen schönen Kirchentag 2009 in Bremen.